Wenn Katzen altern…

Katzen sind Haustiere, die bei guter Pflege Menschen auf einem langen Lebensabschnitt begleiten können. So ist es keine Seltenheit, dass Katzen bis zu 20 Jahre alt werden können. Das Zusammenleben mit einer alten Katze ist ein ganz besonderes Geschenk, und dennoch sollte man ein paar Dinge beachten, um diese Phase so einfach wie möglich zugestalten. In unserem heutigen Blogbeitrag finden Sie hierzu einige wertvolle Tipps.

Den meisten Katzen in den besten Jahren sieht man ihr Alter nicht an. Foto: Greencolander

Der Alterungsprozess der Katze vollzieht sich meist unbemerkt. Generell werden die Tiere im Alter häuslicher und gemütlicher. Spaziergänge nach draußen werden immer häufiger mit Dösestündchen auf dem Sofa getauscht. Ältere Katzen werden hohe Sprünge und gewagte Klettereien vermeiden. Wie beim Menschen auch verschlechtern sich im Alter der Katze ihr Hör-, Seh-, und Geruchssinn. Wann dies eintritt, ist von Katze zu Katze unterschiedlich. Die Katze lernt schnell mit diesen Einschränkungen umzugehen und manch Katzenhalter merkt zum Beispiel nicht, dass das Tier schon seit längerer Zeit taub ist oder fast nichts mehr sieht.

Häufig sind es die Zähne, die der Katze in fortgeschrittenem Alter Probleme bereiten. Am besten beugt man mit regelmäßiger Zahnpflege schon in jungen Jahren vor. Um Zahnprobleme im Alter auszuschließen, sollte man den Tierarzt aufsuchen. Dieser wird bereits vorhandene Zahnerkrankungen behandeln und weitere Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Zähne empfehlen.

Überhaupt sind für die Senioren unter den Katzen die jährlichen Routineuntersuchungen beim Tierarzt wichtig. Mit speziellen Blut- und Urintests können eventuelle Krankheiten frühzeitig erkannt werden.

Ältere Katzen sind etwas anfälliger für Infektionskrankheiten und es gibt, ähnlich wie beim Menschen einige spezielle Alterserkrankungen. So leiden übergewichtige, alternde Katzen nicht selten unter der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Wenn die Katze trotz ausreichender Nahrungsaufnahme an Gewicht verliert, viel trinkt und häufig uriniert, sollte man den Tierarzt aufsuchen. Eine rapide Gewichtsabnahme kann aber auch auf eine Schilddrüsenüberfunktion hindeuten, welche ebenfalls häufiger bei alten Katzen diagnostiziert wird. Diese kann sowohl medikamentös, als auch operativ behandelt werden.

Bei älteren Katzen sollte man unter Umständen die Ernährung ein wenig umstellen. Zum einen gibt es spezielles Seniorfutter im Handel, welches auf den erhöhten Nährstoffbedarf der älteren Katze abgestimmt ist. Mag die Katze jetzt kein Trockenfutter mehr fressen, sollte man ihr halbtrockenes oder Nassfutter anbieten. Die Katze braucht nun genügend ruhige Rückzugsplätze (gut geeignet ist natürlich ein Katzenkratzbaum, gerne auch mit entsprechender Katzentreppe) im Haus. Sind die Wahrnehmungssinne des Tieres beinträchtig, sollte man sie nicht mehr unbeaufsichtigt nach draußen lassen, um Unfälle zu vermeiden und Gefahren abzuwenden. Im Alter geben sich viele Katzen mit einem aussichtsreichen Plätzchen auf der Fensterbank zufrieden und möchten die Wohnung aus eigenen Stücken nicht mehr verlassen.

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