Tipps zum Verabreichen von Medikamenten für Katzen

Ist eine Katze erkrankt, wird sie unter Umständen Medikamente einnehmen müssen, um wieder gesund zu werden. Je nach Verabreichungsform der Medizin, kann dies zu mehr oder weniger großen Problemen führen. In unserem heutigen Blogbeitrag geben wir Ihnen ein paar Tips dazu.

Die wenigsten Katzen nehmen freiwillig Medikamente ein - es gibt aber auch Ausnahmen. Foto:Maggiejumps
Die wenigsten Katzen nehmen freiwillig Medikamente ein - es gibt aber auch Ausnahmen. Foto:Maggiejumps

Als Faustregel gilt, je beherzter und entschlossener der Mensch die Medikamente verabreicht, desto schneller ist dieser unangenehme Vorgang vorbei und desto weniger Stress entsteht für die Katze. Jede Medikamenteneinnahme sollte mit einer kleinen Belohnung enden.

Tabletten und Kapseln

Der Inhalt von Kapseln und fein zerstoßene Tabletten können unter das Futter gemischt werden. Doch Katzen sind absolute Feinschmecker und rühren unter Umständen das Futter überhaupt nicht mehr an oder sortieren die kleinen Medikamentenstückchen heraus. Eine Möglichkeit ist es, Fischöl über das Futter und die Medikamenten zu geben. Viele Katzen lieben den Geschmack und lassen sich so überlisten. Besser und sicherer ist es jedoch, die Tabletten direkt zu verabreichen. Dabei hält man den Kopf der Katze vorsichtig fest und drückt dabei mit Daumen und Zeigefinger gegen den Kiefer, direkt hinter den Eckzähnen. Mit der anderen Hand legt man die Tablette hinten auf den Zungengrund, um ein Ausspucken zu verhindern. Nun wird der Mund der Katze verschlossen und für kurze Zeit nach oben gehalten, so dass die Tablette geschluckt werden muss.

Pasten und Flüssigkeiten

Medikamente in Pastenform oder flüssiger Verabreichungsform werden am besten mit einer sauberen Injektionsspritze ohne Nadel verabreicht. Dabei hält man den Kopf der Katze leicht nach hinten gebeugt und führt die Spritze zwischen Eck- und Backenzähne zwischen die Lippen. Man drückt den Kolben zügig, aber nicht zu schnell herunter und lässt der Katze genügend Zeit zum Schlucken.

Medikamente für die Ohren

Man legt sich ein großes Handtuch auf den Schoß und setzt die Katze so darauf, dass die Ohrenöffnung nach oben zeigt. Die Ohrmuschel wird vorsichtig nach hinten gezogen, während man das Medikament zügig ins Ohr träufelt. Der Ohransatz wird danach sanft und gründlich massiert, damit sich das Medikament gut verteilen kann. Die Katze wird nach der Prozedur heftig den Kopf schütteln. In die Medikamentendosierung ist dies schon mit einkalkuliert, man muss also keine weitere Extradosis geben.

Medikamente für die Augen

Für die Gabe von Augenmedikamenten werden die Augenlider der Katze vorsichtig auseinander gespreizt. Augentropfen gibt man in die Augenmitte, Augensalbe wird mit dem Finger zwischen Augenlid und Augapfel aufgetragen. Das Augenlid wird für wenige Sekunden geschlossen gehalten, damit sich das Medikament gut verteilen kann.

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