Mit der Katze zum Tierarzt

Für viele neue Katzenbesitzer ist der erste Besuch beim Tierarzt alles andere als einfach. Wenn die Katze die Prozedur ebenfalls nicht kennt, kann die ganze Situation für alle Beteiligten sehr anstrengend werden. Da regelmäßige Besuche beim Tierarzt aber absolut notwendig sind und viele Probleme im Vorhinein vermieden werden können, geben wir Ihnen im folgenden Artikel ein paar Informationen an die Hand, wie ein typischer Besuch beim Tierarzt aussehen könnte.

Der Besuch beim Tierarzt ist für die meisten Katzen mit erheblichem Stress verbunden. Foto: someToast

Der Tierarzt sollte nicht nur aufgesucht werden, wenn die Katze krank ist, sondern er führt auch alle Routineuntersuchungen und die notwendigen Impfungen durch, damit das Tier gesund bleibt. Regelmäßige Kontrolltermine beim Veterinär sollten einmal im Jahr stattfinden. Dabei hat der Tierarzt Gelegenheit, die Katze von Kopf bis Fuß gründlich zu untersuchen. Zunächst wird der äußere Eindruck des Tieres beurteilt, die inneren Organe abgetastet, Temperatur und Puls gemessen sowie die Atmung und das Herz kontrolliert. Der Tierarzt wird ebenfalls einen Blick in Maul, Nase, Ohren und Augen der Katze werfen, um zum Beispiel einen Parasitenbefall zu erkennen. Im Gespräch mit dem Katzenhalter wird der Tierarzt weitere wichtige Informationen bekommen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden in der Akte des Tieres vermerkt. Im Rahmen dieser Routineuntersuchung werden meist auch eventuell fällige Impfungen verabreicht. Für Katzen gibt es keinen allgemein gültigen Impfplan, der Tierarzt wird diesen ganz nach den individuellen Anforderungen zusammenstellen. Die Impfungen dienen dem Schutz vor Infektionskrankheiten. Die wichtigsten Infektionskrankheiten, die durch eine Impfung verhindert werden können, sind zum Beispiel Katzenseuche, Katzenschnupfen, Tollwut, Leukose und die Bauchfellentzündung. Bei ausgewachsenen Katzen genügt es meist, die Impfungen einmal jährlich aufzufrischen. Jungtiere sollten in kürzeren Abständen grundimmunisiert werden.

 

Für die Katze bedeutet ein Besuch beim Tierarzt immer Stress. Zum einen ist dieser meist mit einem Transport im Auto verbunden, zum anderen warten in der Praxis zahlreiche neue und unter Umständen besorgniserregende Gerüche. Deshalb ist es wichtig, dass schon kleine Kätzchen an den regelmäßigen Besuch beim Arzt gewöhnt werden. Ein guter Tierarzt wird sich entsprechend viel Zeit nehmen, um auf das Tier einzugehen. Es ist gut, wenn die Behandlung immer mit einer kleinen Belohnung, zum Beispiel einem Leckerbissen, abgeschlossen wird und die Katze bei den Routineuntersuchungen erlebt, dass nicht jeder Arztbesuch mit unangenehmen Untersuchungen oder sogar Schmerzen verbunden ist.

 

Ein guter Tierarzt kann nicht nur mit Tieren umgehen, sondern wird auch einen guten Draht zu den Tierhaltern haben. Ebenso ist der Arzt sowohl technisch, als auch medizinisch auf dem neuesten Stand. Wenn eine umfangreichere Untersuchung notwendig sein sollte, die in der Praxis nicht durchgeführt werden kann, wird er den „Patienten“ an einen Spezialisten überweisen. Bevor man einen Tierarzt auswählt, sollte man Kollegen, Freunde oder andere Tierhalter befragen, diese werden fachlich kompetente und menschliche angenehme Tierärzte empfehlen können.