Katzenkrankheiten – Symptome und Tipps für Halter

Katzen sind im Normalfall sehr robuste Wesen, die eher selten krank werden. Nicht umsonst sagt man, dass sie sieben Leben haben. Über die häufigsten Erkrankungen, die bei Katzen auftreten können, sollte man Bescheid wissen, damit man sie möglichst schnell erkennen kann. Hier geben wir Ihnen eine kurze Übersicht:

Ein Besuch beim Tierarzt ist weder für Tier noch Halter angenehm. Foto: Paul L Dineen
Ein Besuch beim Tierarzt ist weder für Tier noch Halter angenehm. Foto: Paul L Dineen

Abszesse:

Abszesse sind lokale Eiteransammlungen, die häufig bei freilaufenden Katzen auftreten. Oft ist die Ursache eine Bisswunde, die nach einiger Zeit anschwillt und sich heiß anfühlt und dem Tier Schmerzen verursacht. Man sollte in jedem Fall einen Tierarzt aufsuchen, denn Abszesse sollten im Regelfall mit Antibiotika behandelt werden

Felines Asthma:

Ähnlich wie Menschen, können auch Katzen von Asthmaerkrankungen betroffen sein. Häufig tritt Felines Asthma in einem plötzlichen Anfall akuter Atemnot auf, welcher den Katzenhalter sehr ängstigt. Tritt ein solcher Anfall auf, sollte man so schnell es geht einen Tierarzt aufsuchen. Dieser wird den Grund der Atemnot diagnostizieren und entsprechende Medikamente verschreiben.

Viruserkrankungen:

Es gibt drei schwere Viruserkrankungen, die von Katze zu Katze übertragbar sind und manchmal tödlich enden. Dazu gehört Katzenaids (FIV), welches dem menschlichen Aidsvirus zwar ähnlich ist, aber nicht auf den Menschen übertragbar ist. Positiv getestete Katzen haben gute Chancen weitere Monate bis Jahre bei bester Gesundheit zu leben. Der Tierarzt wird beraten, wie man den stabilen Zustand der Katze erhalten kann. Die Katzenleukose gehört zu den schwersten Erkrankungen. Sie schwächt das Immunsystem und trägt zur Vermehrung von Krebszellen bei. Heute gibt es gutverträgliche Impfstoffe, die einen fast hundertprozentigen Schutz gegen diese Infektion bieten können. Die Feline Infektiöse Peritonitis (FIP), die Bauchfellentzündung, hat, wenn sie erst einmal ausgebrochen ist, kaum Aussichten auf Heilung. Gegen FIP gibt es ebenfalls einen guten Impfschutz, welcher in Mehr-Katzen-Haushalten auf jeden Fall durchgeführt werden sollte.

Schnupfen:

Im Laufe ihres Lebens stecken sich viele Katzen mit einem Schnupfenvirus an. Symptome sind tränende Augen, laufende Nase, Niesen und Fieber. Vor allem kleine Kätzchen sind ansteckungsgefährdet. Man sollte auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen, um die Infektion innerhalb von kurzer Zeit in den Griff zu bekommen.

Tumore:

Vor allem ältere Katzen erkranken häufig an Tumoren, die sowohl gut- als auch bösartig sein können. Sitzt der Tumor in Hautnähe wird er meist beim Schmusen ertastet. Tumore an den inneren Organen werden oft sehr spät diagnostiziert, wenn die Tiere abmagern, appetitlos werden oder sonst einen kranken Eindruck machen. Eine gründliche Untersuchung und genaue histologische Abklärung beim Tierarzt ist notwendig. Er wird über die Risiken und Behandlungsmöglichkeiten der Erkrankung aufklären und einen Behandlungsweg vorschlagen.