Katzenhaltung – Freigänger oder Stubentiger?

Katzen sind schon längst nicht mehr die halbwilden Jäger, welche nur zur Bekämpfung der Mäuseplage gehalten wurden. Sie haben sich zu liebevollen Gefährten, die Haus und Bett mit den Menschen teilen, entwickelt. Es gibt immer noch kontrovers geführte Diskussionen, ob man aus Sicherheitsgründen eine Katze ausschließlich in der Wohnung halten sollte oder ob Katzen als freiheitsliebende, eigenständige Tiere unbedingt Freigang benötigen. Um es gleich vorweg zu sagen, Katzen können sowohl als reine Wohnungskatze, als auch als Freigänger ein glückliches, erfülltes Leben führen, wenn die Bedingungen für beide Lebensweisen stimmen. Wie dies aussehen könnte, stellen wir in unserem heutigen Blogbeitrag vor.

Die Freigänger-Katze

Foto: Vivatier

Katzen lieben ihr Revier, welches jeden Tag von ihnen genauestens inspiziert wird. Hier gehen sie auf die Jagd, genießen sonnige Stunden an ruhigen Plätzchen und können Kontakt zu anderen Artgenossen haben. Zudem gibt es nicht wenige Katzen, die lieber nach draußen gehen, um ihre Notdurft zu verrichten, als auf das Katzenklo in der Wohnung. Am glücklichsten sind Katzen, wenn sie selbst entscheiden können, wann sie nach draußen möchten. Ein Einbau einer Katzenklappe ist empfehlenswert, sonst ist man als Mensch schnell der persönliche Türöffner. Da Freigänger-Katzen draußen meist ohne Aufsicht unterwegs sind, sind sie auch zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Gefahrenquelle Nr. 1 ist dabei sicherlich der Straßenverkehr. Draußen wird die Katze immer wieder Begegnungen mit weniger freundlichen Artgenossen oder Hunden haben, was zu Verletzungen führen kann. Nicht zu unterschätzen ist auch die Gefahr sich mit schweren Krankheiten, wie zum Beispiel Katzenleukose, Kateznaids und Feline Infektiöse Peitonitis, anzustecken.

Die Wohnungskatze

Foto: jorisdzaack

Eine Katze in der Wohnung ist vor vielen Gefahren sicher. Die Katze sollte auf jeden Fall in der Wohnung leben, wenn eine dicht befahrene Straße in der Nähe ist. Auch wenn sie eine infektiöse Krankheit hat, sollte man sie nicht nach draußen lassen um die Ansteckungsgefahr für Artgenossen zu minimieren. Wenn eine Katze von klein an in der Wohnung gehalten wird, wird sie nichts vermissen, denn sie kennt die Welt außerhalb der eigenen vier Wände überhaupt nicht. Wichtig für die Wohnungskatze ist ein immer zugängliches und regelmäßig gereinigtes Katzenklo. Zudem braucht sie genügend Raum für Spiel und Rückzug, Beschäftigung und Ansprache. Natürlich ist der Charakter jeder Katze individuell verschieden und so gibt es Typen, die von sich aus einen geringeren Bewegungsbedarf haben.

Fazit

Ob eine Katze ein Stubentiger sein soll oder ein Freigänger, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Am wichtigsten sind natürlich die Lebensumstände der Halterin oder des Halters. Dennoch sollte man die genannten Bedingungen unter Betracht ziehen und sich bei der Anschaffung einer Katze entsprechend verhalten. Wenn man eine Katze lediglich in der Wohnung halten kann, sollte man sich bei der Anschaffung eher für eine weniger aktive Rasse entscheiden (z.B. Perser).  Am schwierigsten ist es sicherlich, eine Katze von der einen auf die andere Lebensweise umzustellen. Eine Umstellung kann nur gelingen, wenn sie von den Menschen mit viel Geduld begleitet wird und sollte genauestens erwogen werden.

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