Eine weitere Katze anschaffen – Tipps und Fallstricke

Wer ein Herz für Katzen hat, wird bald vor der Entscheidung stehen einen weiteren Artgenossen im Haushalt aufzunehmen. Dies kann mehrere Gründe haben. Vielleicht möchte man für die Katze mehr Gesellschaft haben, da diese viele Stunden am Tag ohne Menschen verbringen muss oder einer anderen Katze ein liebevolles Zuhause geben. Vor allem für reine Wohnungskatzen kann die Gesellschaft einer anderen Katze ein großes Geschenk sein. Was es dabei zu beachten gibt, ist das Thema unseres heutigen Blogeintrags.

Manche Katzen werden auf Anhieb Freunde - andere aber auch nicht. Foto: Agelakis

Vor der Anschaffung einer weiteren Katze, sollte man genau überlegen, ob man bereit ist, den höheren finanziellen und zeitlichen Aufwand zu investieren. Mehrere Katzen bedeuten auch die häufigere Reinigung der Katzentoilette, mehr Futter, mehr Tierarztbesuche und –kosten.

Die Eingewöhnungsphase kann unter Umständen etwas problematisch werden. Man sollte sich mit Zeit und Geduld wappnen um den Tieren die Umstellung so einfach wie möglich zu machen. Am einfachsten ist es natürlich, wenn man gleich zu Beginn zwei kleine Kätzchen ins Haus holt. Sie werden sich schnell anfreunden und miteinander spielen. Hat eine Katze längere Zeit alleine gelebt, werden mit ziemlicher Sicherheit die Fetzen fliegen, wenn ein neuer Mitbewohner einzieht.

Um Konflikte soweit es geht zu vermeiden, sollte man vor allem sicherstellen, dass sich beide Katzen in ihrer Umgebung wohl fühlen können. Jede Katze benötigt einen Platz, an dem sie sich wohl und sicher fühlen kann, an den sie sich zurückziehen kann. Auch den Gang zur Katzentoilette sollte sie völlig ungestört machen können. So ist es ratsam, für jede Katze eine eigene Katzentoilette anzuschaffen und diese an verschiedenen Plätzen im Haus aufzustellen. Katzen sind weniger von Futterneid geplagt als Hunde. Solange sie sicher sind, dass genügend Futter vorhanden ist, werden sie den Futterplatz mit Artgenossen teilen. Für den Anfang sollte man auf jeden Fall den ganzen Tag über genügend Trockenfutter bereitstellen. Zusätzlich kann man noch zu einer festen Fütterungszeit Dosenfutter anbieten. Dies sollte dann aber in separaten Fressnäpfen gereicht werden.

Ob sich zwischen den Tieren eine große Freundschaft entwickelt, kann man nicht von vorneherein sagen, denn Katzen sind durchaus wählerisch, wem sie ihre Sympathie schenken. In der Eingewöhnungsphase ist es wichtig, dass man als Mensch viel Zeit mit den Tieren verbringt und ihnen so klar macht, dass die Zuneigung ungebrochen ist. Auch wenn die Katzen nicht zu Spielgefährten oder dicken Freunden werden, kann man doch erreichen, dass sie sich respektieren und sich, nach anfänglichen Revierstreitigkeiten, friedlich begegnen werden.